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Aufgaben
Lehrerbildung ist aktuell, nicht zuletzt aufgrund der Resultate der internationalen Vergleichsuntersuchungen wie TIMSS und PISA. Man fordert einen stärkeren Berufsfeldbezug der Lehrerausbildung, eine engere Verschränkung ihrer drei Phasen sowie eine Straffung und bessere Koordinierung des Studiums. Ein wachsender Lehrermangel zeichnet sich ab; ein Grund mehr zu überlegen, wie man das Lehramtsstudium für Studienanfänger attraktiver werden lassen und rasche Abschlüsse fördern kann. Lehrerbildungszentren unterstützen den Reformprozess an der jeweiligen Universität, in deren Umfeld und in Kooperation mit anderen Einrichtungen.

Lehrerbildungszentren haben damit ein breites Spektrum an Funktionen und Aufgaben:

  • Sie tragen dazu bei, dass Lehramtsstudierende sich stärker als Gruppe mit gleichem Berufsziel und ähnlichen Interessen empfinden.
  • Sie dienen als Anlaufstelle und Service-Einrichtung und bahnen so eine Identifikation mit dem angestrebten Berufsfeld an, etwa durch fächer- oder bereichsübergreifende Veranstaltungen.
  • Sie ermöglichen eine engere Kooperation der lehrerbildenden Fächer in Lehre, Prüfungen, Beratung und Praxisfragen.
  • Sie fördern Forschung und Entwicklung innerhalb der Lehrerbildung und tragen zu Gewinnung und Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken und schulbezogenen Erziehungswissenschaften bei.
  • Sie sorgen für ein breites Weiterbildungsangebot, das die an den Universitäten vorhandenen Fachkompetenzen nutzt und einen wesentlichen Beitrag zur dritten Phase der Lehrerbildung leistet.
  • Sie bündeln die Aktivitäten zur Kooperation zwischen Schule und Universität.
  • Sie erarbeiten ein Beratungs- und Informationsangebot für Öffentlichkeit, Behörden und Institutionen und stärken damit die Stimme der Universitäten in der bildungspolitischen Debatte um die Lehrerbildung.
 
© 2008 by Lehrerbildungszentren der bayerischen Universitäten